Chronik bis 1963

Chronik bis 1963

Festzeitschrift 1963-08

Festzeitschrift 1963-09

Festzeitschrift 1963-10

 ( „Kick“ aufs Bild zum vergrößern )

Auszug aus der Festzeitschrift von 1963

Chronik ab 1963 bis heute folgt


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Kurze Zusammenfassung der Höngener Schützengeschichte aus 1997 durch Josef Peters

 

 


 

Historie der St. Johannes Baptist Schützenbruderschaft Höngen

koenig_1932Königspaar 1932: Fritz Grein und Anna Schippers später Grein

koenig_1935

Vor dem 2. Weltkrieg war die heutige Schützenbruderschaft eine Schützengesellschaft. Die Mitglieder waren nur Jungesellen im Alter von 18 Jahren und älter. Ein eigenes Trommler- und Pfeiferkorps hatte man in Höngen nicht. Nachbarcorps standen für ein Entgelt bei den Aufzügen und Wecken zur Verfügung. Ein Dorfeigener Musikverein bereicherte die Aufzüge und das Dorfleben. So verlief dieses bis in die dreißiger Jahren.

schuetzen_1915Durch ein großes Dekanatsschützenfest kam wieder reichlich Geld in die Kasse, sodaß von der Schützengesellschaft eine Lambertusfahne erworben wurde. Ebenfalls konnte die notwendigen Instrumente zur Gründung eines eigenes Trommler- Pfeifercorps angeschaft werden. Durch die Machtergreifung der Nazis 1933 „Drittes Reich“ kam für die Vereine eine Große Veränderung. Alle Vereine in der Öffentlichkeit mußten dem NS Bund angeschlossen sein. Da die Schützengesellschaft ein kirchlicher Verein war mit weltlichen Traditionen mußten auch sie um öffenlichen Auftreten zu können dem NS Schützenbund beitreten. Dieses wurde aber von den Mitgliedern in einer Mitgleiderversammlung abgelehnt und durfte nur noch als christliche Bruderschaft in Öffentlichkeit auftreten. Aber auch dies wurde nach einigen Jahren verboten, sodaß die Schützenbruderschaft nur im innern der Kirche der Kirche in Erscheinung trat. Die Jugend während dieser Zeit veranstalteten den Vogelschuß und zogen mit König durch Höngen. Als Musik vorne hinter dem Schellenbaum die Gebrüder Stoffels mit Blockflöte und Trommel. Da die Schützenbruderschaft verboten war und das Trommler- und Pfeiferkorps durch fleißiges Üben auftrittsreif war wurde der erste Auftritt des Corps im Aufzug durch das Dorf mit den Jungschützen vollzogen. Es war ein schöner Samstagnachmittag als die Jungendlichen ( Kinder ) von der Kirchstraße in Richtung Krouw Bird marschierten. Doch dieser Aufzug nahm ein schnelles Ende. Der damalige Polizeibeamte Jakob Hermanns aus Tüddrn hielt den Aufzug vor der Gaststätte Geradts an und führte das Trommler- und Pfeiferkorps in die Gaststätte, wo dann die Instrumente in Beschlag genommen wurden. So wurde der letzte Schützengeist von den Nazis in Höngen von der Straße verbannt.