Bau Schützenhalle – Vermietung

Sint Jan ist der Taufpate

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Höngener Schützen bauen Schützenhalle in Eigenleistung

 

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Einweihung mit einem Festabend
Am 18. Oktober 1997 war es endlich so weit: Ein für den Ort Höngen beispielhaftes Bauprojekt wurde fertiggestellt. Die Sankt Johannes Baptist Schützenbruderschaft feierte die Einweihung ihrer neuen Schützenhalle. Präsident Hans Janßen konnte während des Festaktes alle Ortsvereine und viele Gäste begrüßen.
Bei der Schlüsselübergabe durch den Architekten Kurt Nysten, der Planung und Bauaufsicht ehrenamtlich übernommen hatte, stellte Janßen heraus: „Der Bau ist eine bravouröse Leistung unserer Mitglieder, die man nicht hoch genug bewerten kann.“ Bürgermeister Willi Otten würdigte in seiner Ansprache die Leistung des gesamten Ortes, als er sagte, dass man „stolz darauf sein kann, wie viele ehrenamtliche Helfer für die Sache der Bruderschaft eingestanden haben.“

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Höhepunkt dieses Festabends war die Einsegnung der auf den Namen „Sint Jan“ getauften Schützenhalle durch den Präses der Bruderschaft, Pastor Roland Bohnen, umrahmt von den Gesängen des Kirchenchores St. Cäcilia. Nach dem Frühschoppen am Sonntag lud die Cafeteria zu gemütlichem Plausch bei Kaffee und Kuchen ein. Alle Besucher konnten die Schützenhalle mit den Nebenräumen besichtigen.

Wie alles begann:
Die Geschichte der „Sint Jan“ Schützenhalle begann im Jahre 1990. Auf der Generalversammlung beschloss die Bruderschaft den Bau eines Schießstandes, weil man erkannt hatte, dass das immer stärkere Interesse der Jugend am Schießsport für den Fortbestand der Bruderschaft wichtig war.
Doch wo einen geeigneten Standort finden und wie ein solches Großprojekt finanzieren? Die Schützen wollten durch Rücklagen aus ihren Festveranstaltungen ein Standbein bilden. Darüber hinaus sammelten sie noch brauchbares Baumaterial . So konnten im Rahmen des Neubaues des Alten- und Pflegeheimes St. Josef viele Materialien und Einrichtungsgegenstände übernommen werden. Als Gegenleistung halfen die Schützen bei der Erstellung des Fundamentes für die neue Trafostation und beim Pflastern des Innenhofes. In Grotenrath wurde man fündig bei der Suche nach einer Theke und Mobiliar für die Gaststube. Durch die Arbeiten im Zuge der Neugestaltung des Dorfplatzes Höngen ergab sich in Absprache mit der Gemeinde und in Zusammenarbeit mit den politischen Gremien die günstige Gelegenheit, die Schützenhalle neben der Turnhalle errichten zu können.

Staffellauf –  die Finanzierung:
Gut ein Jahr dauerte der Staffellauf durch die Behörden bis zur Baugenehmigung. Mit der Finanzierung war man inzwischen ein gutes Stück weiter gekommen. Die Sankt Josef Schützenbruderschaft aus Hastenrath und die St. Sebastianus Schützenbrüder aus Saeffelen hatten sich entschieden, den Stand in Höngen für ihre Wettkämpfe zu nutzen. Diese hohe Auslastung war mitbestimmend für die Zuweisung der beantragten Fördergelder für Sportstättenbau. Die Entscheidung der Bezirksregierung war der Lohn für die hervorragende Arbeit, die Schießmeister Gottfried Engendahl und Schützenmeister Bertold Conen im Vorfeld geleistet hatten. Doch alle Planungen wären trotz des Zuschusses null und nichtig gewesen, hätten nicht große Teile der Höngener Bevölkerung die gute Sache unterstützt: Viele Spenden wurden geleistet. Die Vorstandsmitglieder stellten teilweise beachtliche Beträge zinslos zur Verfügung. Und dann: „Ein Verein packt an!“ Im Mai 1996 begannen die Erdarbeiten.

Die Bauphase:
Im November war die Halle unter Dach und Fach. Während der Wintermonate wurde der Innenausbau vorangetrieben. Dabei wurden Höhen und Tiefen durchschritten – wie wohl bei jedem Bauvorhaben. Immer wieder vorangetrieben und getragen wurde das Ganze durch die vielen ehrenamtlichen Helfer. Da war z.B. die Maurerkolonne, die sich spontan bereit erklärt hatte mit

anzupacken und in knapp fünf Wochen rund 400 Quadratmeter Innenmauern und die Front der Schützenhalle verklinkerte. Dank hier an Franz Ohlenforst, Franz Dahlmanns, Willi Laugs, Heinrich Otten, Heinrich Hagmanns, Rainer Bronneberg, Karl-Heinz Küsters, Heinrich Klassen und Peter Scheufens.( Letzterer sorgte dafür, dass die Arbeit nicht ausging und auch die Geselligkeit nicht zu kurz kam.)

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Annähernd 2 km Kabel wurden von Elektrikern unter Leitung von Bert Fehlen verlegt. Die restlichen Arbeiten wurden größtenteils in Eigenleistung erstellt. Hier sorgte die Bauleitung unter Hans Janßen, Gottfried Engendahl, Lambert Spykers und Berthold Conen für einen reibungslosen Ablauf. Paradestück:

Das Dach mit seiner Spannweite von 11 m , eine aufwändige Stahlkonstruktion, wo unsere Metallbauer Hans Janßen, Peter Hahnen und Manfred Opinski gefordert waren. Die Decke und Träger mussten in 4 m Höhe mit Gips doppellagig verkleidet und isoliert werden! Wie war der Anfang doch so schwer! Aber mit zunehmender Routine wurde es leichter. Die Halle wurde komplett eingerüstet. Es konnte vorkommen, dass eine Schicht für die Trockenbauer schon mal 12 Stunden dauerte! Früh morgens begann man, um in der Mittagshitze aufhören zu können. ( Doch geh´ mal nach Hause, wenn ein Palmen Jupp sagt: „ Wenn wir ens dran sin…“.) Die Maler unter Leitung von Karl Heinz Welter und Hans Reiners sorgten für den letzten Feinschliff der Halle.

Und was hat man nicht alles erlebte:
Umgekippte Minibagger („10cm Frost verlangen eben schweres Gerät“); merkwürdig daher kommende Radlader („Lenken will gelernt sein“) und bei Nacht und Nebel verlegte Starkstromkabel („O.K., sie standen unter Zug“) die musste man wieder ausgraben, nachdem die Kreiswerke Wind von der Sache bekamen. Sie wurden dann von den Kreiswerken auch gleich wieder fachmännisch verlegt. Warum nicht gleich so?!

Die Geselligkeit:
Ohne nennenswerte Verluste an Mensch und Material wurde das Projekt letztendlich abgeschlossen. Wer die Schützen kennt, weiß, dass Geselligkeit nie zu kurz kommt. Schließlich hatte man beim Bau des Zeughauses schon so seine Erfahrungen gemacht. Galt damals aber noch das Motto: „Einer arbeitet und die anderen pflegen die Geselligkeit“, so ging man beim Bau der Halle doch ernsthafter an die Sache heran. Dennoch war nach getaner Arbeit immer noch Zeit für ein Fläschchen Bier oder zwei. Damit haben und hatten wir Schützen eben nie ein Problem.

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Etwas Wichtiges wollen wir nicht vergessen: Während der Bauphase wurden wir vor allem von den Vorstandsfrauen vorbildlich versorgt!

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Die Grundsteinlegung:
Zur Grundsteinlegung am Ostermontag 1997 kamen alle am Bau Beteiligten. Tageszeitung, Urkunde, Geldmünzen und ein Bild vom Vorstand wurden in einer Aussparung hinter einer Keramiktafel ( gestiftet von Peter Eicker) als Erinnerung an diesen Tag eingemauert.

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Rückblickend lässt sich sagen:
Die Bauphase hat die Bruderschaft im Kern gestärkt und noch mehr gefestigt. Mit Freude schauen wir auf das gelungene Großprojekt.

Die Ausstattung:
Der Schießstand in der Schützenhalle besteht aus zwei mobilen Kleinkaliberständen ( einmalig im Dekanat ), aus sieben Luftgewehrständen sowie zwei Armbrustständen.

 

Jährlich finden neben dem Training und den Rundenwettkämpfen in den einzelnen Klassen, das Ostereierschießen und die Vereinsmeisterschaften statt. Um unabhängig von der Heizung der Hauptschule zu werden, besitzt man seit 2010 eine eigene Heizungsanlage.

Nicht nur ein Schießstand:

IG Höngener Karneval
Die Halle steht für Kirmesveranstaltungen zur Verfügung und kann von den Ortsvereinen und den Mitgliedern bei besonderen Anlässen genutzt werden. Seit 2013 nutzt das Trommler-, Pfeifer- und Fanfarencorps die Schützenhalle als Probelokal.  Ebenfalls finden die Karnevalsveranstaltungen der IG in der Sint. Jan Schützenhalle statt.

TPFC_LOGO3Die Zukunft:
Wegen der sich abzeichnenden Verschärfungen im Waffengesetz ist geplant den Kleinkaliberschießstand im Laufe des Jahres 2018 aus der Halle auszulagern. Er soll dann vor der Turnhalle neu angelegt werden.

 Vermietung der Schützenhalle

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Kann für private Veranstaltungen/ Feiern und von Vereinen gemietet werden. Bitte den Vorstand ansprechen.